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Sieben Jahre Schlaf

 

Über drei Generationen werden in dieser berührenden Familiengeschichte Sehnsucht und Verlust weitergegeben, von Estelle über Aline bis schliesslich zu Lucie. Die junge Frau kehrt nach Jahren zurück ins Dorf ihrer Kindheit, wo ihre Mutter nach einem Hirnschlag im Koma liegt. Beim Versuch, die Dinge zu ordnen, verliert Lucie sich mehr und mehr in der schmerzhaften Erinnerung, während ein glühend heisser Sommer alle Sinne betäubt. 

Erscheinungsdatum:   04.03.2011

Verlag:                            bilgerverlag

Einband:                        gebundene Ausgabe

Sprache:                         Deutsch

Seitenzahl:                     112

ISBN:                              978-3-03762-017-5

“Nachts wurde mein Zimmer zu einer Insel, dann zu einem Boot, das von den Wellen immer weiter geschaukelt wurde, hinaus aufs offene Meer. Ich wälzte mich im verschwitzten Laken, ich träumte, ich irrte durch einen Wald. Es war still dort, in den Zweigen sass kein einziger Vogel. Dennoch fühlte ich, wie mich jemand aus einem Versteck heraus beobachtete. Hätte ich nur den Weg gekannt, irgendwohin gehen können, wo ich sicher wäre, doch ich drehte mich nur hilflos um mich selbst. Dann stand ich im hohen Gras, die Halme um mich zitterten im leichten Wind. Eine Katze drückte sich schnurrend an mich, wandte den Kopf, stellte die Ohren nach vorn, sprang weg. Ich lauschte. Irgendwo in der Ferne zog ein reissender Fluss vorüber, vielleicht war es auch nur das Rauschen des Blutes in meinen Ohren. Es gab niemanden, der nach mir suchte oder mich fand.”

“Wie schon in ihrem hochgelobten Debüt «Sind keine Seepferdchen» gelingt der Aargauer Autorin wiederum die behutsame literarische Umsetzung eines schwierigen Themas: Mit eindringlichen Bildern, in einer stark verdichteten Sprache und anhand von fragmentarischen Rückblenden.”
Christoph Aebi, nahaufnahmen.ch

 

“Ein schmales Buch, dicht gearbeitet, sprachlich intensiv. Eine Aufmerksamkeit fordernde Schriftstellerin.”
Dr. Anton Thuswalder, Salzburger Nachrichten 

 

“Karin Richner verfügt über eine grosse Begabung, Stimmungen zu beschreiben und Landschaftsbilder aus winzigen, in einfache Sätze gepackten Impressionen entstehen zu lassen.”
Rainer Moritz, NZZ 

 

“Richners Buch ist wie eine dieser Kisten, die jeder Mensch im Laufe seines Lebens anlegt und aufbewahrt. Darin sind Dinge, die man eigentlich gar nicht haben will, an die man sich nicht erinnern kann oder die man besser vergessen hätte. Träume, Erkenntnisse, Verfehlungen und glückliche Momente. Es ist ein kluger Roman, der ein Bild von Generationen zeichnet, wie sie in jeder Straße, überall auf der Welt neben uns leben könnten.”
Marissa Conrady, bilbiophilin.de

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